Die Kinder Manasses kehren mit der Operation „Wings of Dawn“  zurück

Am israelischen Gästeabend des diesjährigen Laubhüttenfestes der ICEJ erhob sich in Jerusalem ein Saal mit fast 3.000 christlichen Pilgern aus aller Welt von den Sitzen, um ein Volk willkommen zu heißen, das mehr als 2.700 Jahre lang fern seiner Heimat gelebt hatte.

Als die Delegation der Bnei Menasche vorgestellt wurde, standen 80 Mitglieder dieser alten Gemeinschaft auf und winkten der Menge zu. Junge Männer mit weißen Kippas, Frauen in farbenfrohen Kleidern und mit Kopftüchern sowie ältere Mitglieder der Gemeinschaft hoben grüßend ihre Hände, während über ihnen eine indische Flagge hochgehalten wurde. Die Pilger in den vorderen Reihen drehten sich auf ihren Sitzen um und applaudierten. Nicht wenige waren dabei zu Tränen gerührt.

Nur sechs Monate zuvor hatten diese Männer, Frauen und Kinder noch im Nordosten Indiens gelebt. Heute sind sie Bürger Israels und gehören zu den 100 Neueinwanderern, die die ICEJ im vergangenen April mit einem eigens gecharterten Flugzeug nach Israel gebracht hat. Begleitet wurden sie von Nicole Yoder, der Vizepräsidentin für Hilfsprojekte und Alija, sowie unserer ICEJ-Fotoreporterin Kelera Cirimaiwasa. Bereits früher an diesem Tag standen die Flaggen Indiens und Israels Seite an Seite, als sich die Delegation zu einem besonderen Empfang versammelte.

 

Die Kinder Manasses

Die Bnei Menasche, auch „Kinder Manasses“ genannt, führen ihre Abstammung auf einen der zehn nördlichen Stämme Israels zurück, die im Jahr 722 v. Chr. vom Assyrischen Reich ins Exil verschleppt wurden. Ihrer mündlichen Überlieferung zufolge führte sie eine lange Wanderung ostwärts entlang der alten Seidenstraße durch Persien und Afghanistan bis nach China und schließlich weiter nach Süden in die Hügel im Nordosten Indiens, wo sie Zuflucht vor Verfolgung suchten.

Im 19. Jahrhundert bekehrten britische Missionare den größten Teil dieser Gemeinschaft zum Christentum. Doch ein entschlossener Rest hielt fernab der übrigen jüdischen Welt an seinen hebräischen Traditionen fest. Sie beschnitten ihre Söhne am achten Tag, befolgten Speisevorschriften, die den Kaschrut-Gesetzen ähnelten, und hielten einen wöchentlichen Ruhetag ein. Außerdem bewahrten sie ein uraltes Erntelied, das Sikpui Hla, das von einem Meer erzählt, das sich teilte, von einer Wolken- und Feuersäule sowie von Wasser, das aus einem Felsen hervorsprudelte. Dies sind unverkennbare Anklänge an den Auszug aus Ägypten.

Im Jahr 2005 erkannte der sephardische Oberrabbiner Israels sie offiziell als „Nachkommen Israels“ an. Seitdem sind rund 4.000 von ihnen nach Israel eingewandert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die ICEJ mehr als 1.400 Angehörigen dieser Gemeinschaft dabei geholfen, in ihre Heimat zurückzukehren.

Ihre Rückkehr hat inzwischen eine neue Dringlichkeit erhalten. Im Mai 2023 brach im indischen Bundesstaat Manipur ethnische Gewalt zwischen der Bevölkerungsmehrheit der Meitei und den indigenen Kuki-Zo-Gemeinschaften aus den umliegenden Hügelregionen aus. Da viele Bnei Menasche den Kuki-Zo-Gemeinschaften angehören, gerieten auch sie in die Gewalt hinein.

Lalam Hangshing, Vorsitzender des Rates der Bnei Menasche, berichtete der Nachrichtenagentur Agence France-Presse, dass Dörfer „dem Erdboden gleichgemacht“ worden seien. Zwei Synagogen wurden zerstört, mindestens ein Mitglied der Gemeinschaft wurde getötet und mehr als 2.000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. Einige mussten sich sogar antisemitische Beschimpfungen anhören, in denen ihnen zugerufen wurde, sie sollten „nach Israel zurückgehen“.

Ende 2025 waren in Manipur noch immer rund 78.000 Menschen vertrieben. Amnesty International berichtete von Notunterkünften, in denen sich mehr als 100 Familien lediglich zwei oder drei provisorische Toiletten teilen mussten. Gleichzeitig kam es zu Ausbrüchen von Masern, Ruhr und Fieber.

„Die Menschen flohen mit kaum mehr als der Kleidung, die sie am Leib trugen“, berichtete ein Mitglied der Gemeinschaft, das vertriebene Familien unterstützt. „Der Hass sitzt zu tief. Frieden ist noch in weiter Ferne.“ Als Reaktion darauf genehmigte die israelische Regierung im November 2025 die Operation „Wings of Dawn“. Ziel dieses Plans ist es, die verbliebenen Mitglieder der Gemeinschaft bis zum Jahr 2030 nach Israel zu bringen.

Die Operation wird vom Ministerium für Alija und Integration sowie von der Jewish Agency for Israel geleitet. Für die erste Phase wurde allein für das Jahr 2026 ein Budget von rund 27 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Damit sollen Flüge, Hebräischkurse, Wohnraum und Integrationsmaßnahmen finanziert werden. Bis Ende 2026 wird mit der Ankunft von etwa 1.200 Menschen gerechnet.

Der hebräische Name der Operation, Kanfei Shachar, geht auf die Worte des Psalmisten zurück: „Nähme ich die Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres, so würde auch dort deine Hand mich führen.“ - Psalm 139,9-10

 

Die nächste Einwanderungswelle

Nach ihrer Ankunft werden die Neueinwanderer in Aufnahmezentren in nordisraelischen Städten wie Nof HaGalil und Kirjat Jam untergebracht. Dort lernen sie Hebräisch, suchen ein Zuhause und erhalten Unterstützung bei ihrer Eingliederung in die israelische Gesellschaft. Für einige bedeutet dies auch ein freudiges Wiedersehen mit Verwandten, die bereits Jahre zuvor Alija gemacht haben. Und weitere werden folgen. Für diesen November wird erwartet, dass etwa 600 Bnei Menasche mit Sonderflügen nach Israel kommen. Die ICEJ arbeitet dabei mit der Jewish Agency zusammen. Tausende weitere warten noch immer in Indien auf ihre Rückkehr.

Für die Christen, die sich zu diesem Laubhüttenfest in Jerusalem versammelt hatten, war der Anblick der Bnei Menasche mitten unter ihnen wie eine biblische Prophezeiung, die sich vor ihren Augen erfüllte. Der Prophet Jeremia rief die Völker dazu auf, in den fernen Küstenländern zu verkünden:

„Der Israel zerstreut hat, der wird es auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.“ (Jeremia 31,10)

Auch Jesaja sah voraus, dass die Nationen die Söhne und Töchter Israels nach Hause bringen würden (Jesaja 49,22). Am israelischen Abend verkündeten die Völker diese Botschaft nicht nur – sie brachten ihre Begeisterung dafür auch mit ihrem Applaus zum Ausdruck.

Helfen Sie mit die Bnei Menashe nach Israel zurück zu bringen. Vielen Dank für Ihre Spende. 

 


Äthiopische Aliyah-Flüge bringen Hoffnung inmitten erneuter Konflikte: ICEJ setzt ihre Mission fort.

Trotz erneuten Konflikten in der Region Tigray in Äthiopien, setzt die ICEJ ihre gesponserten Aliyah-Flüge fort und bringt äthiopische Juden nach Israel.  Die Sicherheitslage jedoch hat sich verschlechtert.

Erneute Gewalt in Tigray

Die Rebellen in Tigray haben die äthiopische Regierung beschuldigt, tödliche Drohnenangriffe in der Region durchgeführt zu haben. Dies weckt Befürchtungen eines erneuten Konflikts, nach dem Friedensabkommen vor vier Jahren, welches einen verheerenden zweijährigen Krieg beendet hatte.

Die Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich nationale Streitkräfte und regional Streitkräfte aus Tigray seit Monaten auf gegenüberliegenden Seiten der Grenze sammeln. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, den Konflikt, der die nördliche Region zwischen 2020 und 2022 verwüstet hat, erneut entfachen zu wollen. Die TPLF erklärte, dass am 1. August auch Kämpfe zwischen nationalen Truppen und ihren Einheiten im nordwestlichen Tigray, nahe der sudanesischen Grenze, ausgebrochen seien.

Ein fragiler Frieden unter Druck

Tigray, Heimat von etwa sechs Millionen Menschen, war Schauplatz eines brutalen zweijährigen Konflikts zwischen den TPLF-Streitkräften und der äthiopischen Armee, die von lokalen Milizen und eritreischen Truppen unterstützt wurde. Der Krieg endete mit einem im November 2022 unterzeichneten Friedensabkommen. Eine Schätzung der Afrikanischen Union bezifferte die Zahl der Todesopfer auf mindestens 600.000 und machte den Konflikt zu einem der tödlichsten in Afrika in den letzten Jahrzehnten.

Doch das Friedensabkommen ließ mehrere Fragen ungelöst. Die Rückkehr der Vertriebenen und die Entwaffnung der TPLF-Streitkräfte sind noch nicht geschehen, während territoriale Streitigkeiten weiterhin Spannungen schüren. Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed hat erklärt, dass „die Tür zum Frieden offen bleibt“, beschuldigte die TPLF jedoch, an einem veralteten politischen Modell festzuhalten und äußeren Interessen zu dienen.

Das Pretoria-Abkommen von 2022 ließ zentrale Fragen ungelöst, darunter die administrative Zukunft umstrittener Gebiete wie West-Tigray und dem Raya-Tal – einem strategisch wichtigen Gebiet entlang der Straße, die Addis Abeba mit Mekelle verbindet. Die Entwaffnung bleibt umstritten, und nicht alle Vertriebenen sind zurückgekehrt.

Einwanderung inmitten der Krise

Trotz der schwierigen Lage fliegen weiterhin von der ICEJ gesponserte Flüge äthiopische Juden nach Israel. Als Israel vor Kurzem das Fest Schawuot feierte, landeten 27 neue äthiopisch-jüdische Einwanderer am Ben-Gurion-Flughafen – darunter ein 92-jähriger Großvater, der ein Leben lang darauf gewartet hatte, das Gelobte Land zu erreichen. Die Gruppe traf mit Flügen ein, die von der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem in Partnerschaft mit der Jüdischen Agency für Israel gesponsert wurden.

In einer weiteren bemerkenswerten Geschichte beendete ein 62-jähriger äthiopisch-jüdischer Mann nach 38 Jahren eine Odyssee durch den Sudan und kehrte zu seiner Familie in Israel zurück. Vor Jahrzehnten war er heimlich mit seinen Verwandten aufgebrochen und zu Fuß über den Sudan nach Israel gegangen – wie so viele andere äthiopische Juden damals. Unterwegs wurde er entführt und musste ums Überleben kämpfen, indem er unter der falschen Identität eines Muslims lebte. Seine Familie in Israel gab jedoch nie die Hoffnung auf, ihn wiederzusehen.

Auf dem Herzlberg in Jerusalem steht ein Denkmal für die vielen äthiopischen Juden, die vor Jahrzehnten bei der Alija zu Fuß durch den Sudan ums Leben kamen. Diese Woche wurde sein Name von diesem Denkmal entfernt – während seine Anwesenheit- lebendig und umgeben von seiner Familie.

Humanitäre Notlage für äthiopiesche Juden, die auf die Ausreise warten

Während diese Ankünfte Grund zur Freude geben, bleibt die Lage der äthiopischen Juden, die noch in den kriegszerrütteten Regionen Amhara und Tigray im Norden Äthiopiens leben, ein humanitärer Notfall. Zwischen zirka 7.000 bis 12.000 Menschen halten sich weiterhin in „Wartebereichen“ in Gondar (Amhara) und Addis Abeba auf und sind mit extremer Armut, Hunger und der drohenden Gefahr von Gewalt konfrontiert.

Die Kämpfe haben die Lieferketten unterbrochen, wodurch die Lebensmittelpreise in die Höhe geschossen sind, während viele Bewohner nicht arbeiten können. Der Großteil der jüdischen Gemeinde lebt in einräumigen Lehmhütten ohne Strom und fließendes Wasser, und Familien berichten, dass ihnen die Nahrung ausgeht. Mindestens ein Mitglied der Gemeinde ist bei den jüngsten Schusswechseln ums Leben gekommen.

In der Region Amhara ist die Situation dramatisch. Der anhaltende Konflikt zwischen dem äthiopischen Militär und lokalen Milizen hat ganze Gemeinden lahmgelegt. Nach schweren Gefechten in der Nähe der jüdischen Lager in Gondar hat die Regierung einen sechsmonatigen Ausnahmezustand verhängt.

Eine Delegation orthodoxer Rabbiner im März 2025 beschrieb die Zustände als „humanitären Notfall“ und stellte fest, dass Familien mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von nur 600 US-Dollar leben und unter chronischer Unterernährung leiden. Besonders gefährdet sind die Kinder, von denen viele Anzeichen von Wachstumsstörungen und vermeidbaren Krankheiten zeigen.

Biblischer Auftrag und prophetische Verheißung

Für die ICEJ und ihre Unterstützer hat die anhaltende Alija aus Äthiopien eine tiefgreifende biblische Bedeutung. In der Heiligen Schrift wird Äthiopien – beziehungsweise Kusch – ausdrücklich im Zusammenhang mit der Sammlung von Gottes Volk erwähnt.

Zefanja 3,10 ist dabei von besonderer Bedeutung:

„Von jenseits der Ströme Äthiopiens werden meine Anbeter, die Tochter meiner Zerstreuten, mir ihre Opfergabe darbringen.“

Klassische Bibelausleger verstehen diese Stelle als eine Prophezeiung über die Rückkehr zerstreuter Juden aus Äthiopien, die nach Jerusalem zurückkehren, um Gott anzubeten. Sie wird als eine direkte Vorhersage der Rückkehr der äthiopischen Juden betrachtet, wobei ihre Reise selbst als eine Opfergabe für Gott beschrieben wird.

Auch Psalm 68,32 erklärt: „Fürsten werden aus Ägypten kommen; Äthiopien wird bald seine Hände zu Gott ausstrecken.“

Jesaja 11,11–12 enthält ebenfalls eine zentrale Prophezeiung über eine Sammlung des Volkes Gottes „zum zweiten Mal“. Äthiopien wird darin ausdrücklich als eines der Länder genannt, aus denen Gott sein Volk zurückholen wird.

Ein Aufruf zum Handeln

Die Wunder, die sich durch die Erfüllung des Traums eines 92-jährigen Großvaters und die Rettung eines 62-jährigen Überlebenden ereignet haben, wurden beide durch ihre Hoffnung auf die bleibende Verheißung der Rückkehr nach Zion möglich. Doch für Tausende, die noch immer in Amhara und Tigray festsitzen, ist diese Verheißung noch nicht erfüllt. Als Christen sind wir dazu berufen, Gottes Volk zu trösten und ihm zu helfen, in seine Heimat zurückzukehren.

Die größte Hoffnung der meisten dieser Familien besteht darin, nach Israel auszuwandern. Doch dieser Prozess ist weitgehend ins Stocken geraten. Zwar kam es vor Kurzem unerwartet zu einer kleinen Einwanderungswelle, doch der Weg für die größere Gruppe der Falasch Mura – Nachkommen von Juden, die vor mehreren Generationen gezwungen wurden, zum Christentum überzutreten – ist blockiert.

Mehr als 1.200 Menschen haben bereits die Genehmigung des israelischen Innenministeriums erhalten, werden jedoch nicht nach Israel gebracht. Infolgedessen leben Kinder und Erwachsene weiterhin unter diesen gefährlichen und von Armut geprägten Bedingungen. Sie sind von nahen Angehörigen in Israel getrennt, darunter auch von Familienmitgliedern, die in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften dienen.

Während die israelische Regierung Maßnahmen aufschiebt, bemühen sich humanitäre Hilfsorganisationen darum, die Lebensmittelversorgung zu verbessern und das Überleben der Menschen zu sichern, bis der Einwanderungsprozess abgeschlossen ist. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) bleibt entschlossen, sich für eine rasche Alija einzusetzen und vor Ort konkrete Hilfe zu leisten.

Seit 1992 unterstützt die ICEJ die Bemühungen zur Eingliederung äthiopischer Juden in Israel. In jüngerer Zeit hat sie zudem seit 2011 Alija-Flüge für mehr als 3.400 neu eingewanderte Menschen aus Äthiopien finanziert.

Lasst uns die Ankunft derjenigen feiern, die gerade Israel erreicht haben, und zugleich für jene arbeiten und beten, die unter äußerst schwierigen Bedingungen weiterhin auf ihre Rückkehr warten und dringend unsere Hilfe benötigen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!. 

 


Emotionale Momente über den Wolken

139 französische Juden wagen einen Neuanfang in Israel - darunter 79 Kinder. Die ICEJ hat den Alijah Sonderflug finanziert und begleitet. 

Am 3. August hat ein zweites Charterflugzeug, auch vollständig von der ICEJ bezahlt, dutzende jüdische Familien aus Paris ins Land ihrer Vorväter geflogen. Vertreter der ICEJ aus Frankreich und der Schweiz, sowie Ofir Sofer, der israelische Minister für Alijah und Integration und Doron Almog, der internationale Leiter der Jewish Agency, haben den Flug begleitet.

Beweggründe

Der steigende Antisemitismus und die öffentliche, anti-israelische Haltung der Regierung Macron und der Medien in Frankreich zwingen immer mehr Juden, ihr bisheriges Heimatland zu verlassen, um in Israel ein neues Leben zu beginnen. Nach Israel und den USA, bildet Frankreich mit etwa 600.000 Juden die größte jüdische Gemeinschaft in Europa. Seit dem 7. Oktober haben bereits über 7.000 französische Juden «Alijah gemacht».

Bereits am 6. Juli hat ein Alijah-Flug, der ebenfalls vollständig von der ICEJ bezahlt wurde, von Paris französische Juden nach Israel gebracht. Auch dieser zweite ICEJ-Flug wurde nun möglich dank christlicher Spender aus aller Welt, vor allem aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich – Schweizer Christen hatten diesmal sogar fast die Hälfte der Kosten übernommen. 

Bessere Zukunft

Auf diesem Alijah-Flug waren besonders viele Familien mit Kindern unterwegs. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder ohne den ganzen Hass und die steigende Gefahr in Ruhe und Frieden aufwachsen können, damit sie ein besseres Leben haben können in Israel, trotz dem andauernden Krieg.

Die ICEJ-Begleiter boten allen Kindern zur Unterhaltung ein kleines Malset und Knetbälle an. Die Erwachsenen erhielten einen Kugelschreiber mit dem Bibelvers aus Jesaja 40,1, der sie daran erinnern soll, dass Christen aus der ganzen Welt sie lieben und für sie im Gebet einstehen.

 

Emotionaler Flug

Noch nie habe ich einen solchen emotionalen Flug erlebt. Freude, Feier und Loslassen, Bangen, was das neue Leben in Israel bringen mag, liegen so nah beieinander. Danke, liebe Israelfreunde, dass Sie weiterhin für all diese Menschen, die sich entschieden haben, ein neues Leben in Israel zu wagen, beten und spenden!  "Am Israel chai!" – Das Volk Israel lebt!

 

 

 


Ein Update der Bnei Menashe Alijah

August 2026: Ein Bundesstaat in Gefahr

Im August 2026 befindet sich Manipur weiterhin in einem Kreislauf aus Gewalt, politischer Unsicherheit und humanitärem Leid. Drei Jahre nach Ausbruch des ethnischen Konflikts kämpft der Bundesstaat mit sporadischen Zusammenstößen, gravierenden Versorgungsengpässen und einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft, für deren Überwindung bislang keine Anzeichen erkennbar sind.

Die Gewalt ist zwar seltener geworden, bleibt jedoch tödlich. Im Mai 2026 wurden sechs Zivilisten der Naga entführt und getötet, wodurch sich die Spannungen zwischen den Gemeinschaften der Naga und der Kuki-Zo erheblich verschärften. Sicherheitskräfte führen weiterhin Operationen im gesamten Bundesstaat durch, nehmen Mitglieder verbotener militanter Organisationen fest und beschlagnahmen Waffen, Munition und Sprengstoff. Die zugrunde liegenden ethnischen Spannungen sind jedoch weiterhin ungelöst; die verschiedenen Gemeinschaften leben in einem Klima des Misstrauens und der Angst.

Eine Krise spielt sich derzeit auf dem National Highway 37 ab, einer wichtigen Lebensader des Bundesstaates. Am 31. Juli 2026 traten Transportunternehmen aus dem Mineralölsektor in einen unbefristeten Streik und stellten den Transport von Treibstoff und Flüssiggas (LPG) mit Tanklastwagen ein. Sie protestieren damit gegen die weit verbreitete Erpressung durch bewaffnete Gruppen. Die Transportunternehmen geben an, an bis zu sechs verschiedenen Kontrollpunkten gezwungen zu werden, illegale „Steuern“ zu zahlen. Die geforderten Beträge seien Berichten zufolge von 200 Rupien auf bis zu 7.000 Rupien pro Lastwagen gestiegen. Dies hat zu langen Warteschlangen an den Tankstellen in Imphal geführt und birgt die Gefahr eines weitreichenden Treibstoffmangels.

Politisch bleibt der Bundesstaat instabil. Zivilgesellschaftliche Gruppen der Meitei haben der Regierung des Bundesstaates ein Ultimatum gestellt und fordern, bis zum 6. August Schritte zur Aktualisierung des staatlichen Registers indischer Staatsbürger einzuleiten, um mutmaßlich illegal eingewanderte Personen zu identifizieren. Sie drohen mit einer Verschärfung der Proteste, sollte die Forderung ignoriert werden.

Unterdessen protestiert die Kuki-Zo-Gemeinschaft weiterhin gegen die Verhaftung ihrer Anführer. Die Landesregierung, die nach einem Jahr der Zentralregierung von Neu-Delhi aus  im Februar 2026 ihr Amt antrat, hat Schwierigkeiten, die ethnischen Gräben zu überwinden – trotz der Ernennung von stellvertretenden Ministerpräsidenten aus beiden Gemeinschaften.

Die humanitären Folgen sind weiterhin verheerend. Mehr als 60.000 Menschen leben, nach wie vor in Notunterkünften und können nicht in ihre Heimat zurückkehren. Über 7.800 Häuser wurden zerstört. Tausende Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden,  haben Schwierigkeiten, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken; einige Schüler laufen Gefahr, ihre Schul- oder Ausbildung abbrechen zu müssen.

Die Anfänge der Krise: Mai 2023

Um die aktuelle Krise in Manipur zu verstehen, muss man die bestehenden Konflikte über Jahrhunderte hinweg zurückverfolgen. Manipur war einst ein unabhängiger Fürstenstaat und wurde 1949 in Indien eingegliedert – ein Schritt, der historisch bis heute umstritten ist.

Die britische Kolonialverwaltung verfestigte eine Trennung zwischen Tal- und Bergregionen: Die überwiegend hinduistische Gemeinschaft der Meitei, die etwa 53 % der Bevölkerung ausmacht, lebte vor allem in den fruchtbaren Ebenen rund um Imphal. Die Kuki-Zo, Naga und andere Stammesgemeinschaften, die überwiegend christlich sind, leben dagegen hauptsächlich in den umliegenden Bergregionen, die etwa 90 % der Fläche des Bundesstaates ausmachen.

Die Regierung von Manipur verbot Nicht-Stammesangehörigen – hauptsächlich den Meitei – den Erwerb von Land in den Bergregionen. Gleichzeitig wurde den in den Bergregionen lebenden Stammesgemeinschaften besondere Schutzrechte und Quoten bei Arbeitsplätzen, Bildung und politischer Vertretung gewährt.

Die Meitei, im Tal, die ebenfalls Fördermaßnahmen erhielten, fühlten sich zunehmend unter Druck, da ihre Bevölkerung wuchs, während die Bergstämme über große, geschützte Waldgebiete verfügten.

Diese demografische Veränderung, verstärkt durch den Zustrom von Chin-Kuki-Flüchtlingen aus Myanmar, die vor dem dortigen Bürgerkrieg und den Unruhen flohen, schuf eine hochexplosive Situation, die nur noch auf einen Auslöser wartete.

Der Auslöser kam am 14. April 2023, als der oberste Gerichtshof von Manipur die Regierung des Bundesstaates anwies, eine Aufnahme der Meitei in die Liste der Förderprogramme, die die Stämme in den Bergregionen hatten zu prüfen.

Die Meitei erhoffte dass ihnen dadurch Zugang zu Land in den Bergregionen sowie zusätzliche Schutzrechte ermöglicht werden würde. Die Stammesgemeinschaften in den Bergregionen betrachteten dies wiederum als existenzielle Bedrohung für ihre eigenen Schutzrechte und ihre ethnische Identität.

Die Stammesgemeinschaften der Bergregionen organisierten große Proteste, und stießen auf die Gegenblockaden der Meitei. Am 3. Mai 2023 brach in Torbung-Kangvai an der Grenze zwischen Churachandpur und Bishnupur Gewalt aus. Noch am selben Abend setzten Kuki-Mobs Eigentum der Meitei in Brand; daraufhin übten Meitei-Mobs im Tal Vergeltung und brannten Siedlungen der Kuki sowie Kirchen nieder. Innerhalb von 48 Stunden hatte sich die Gewalt auf mehrere Distrikte ausgeweitet. Es wurden Ausgangssperren verhängt, Schießbefehle erlassen und das Internet abgeschaltet. Aus den Waffenlagern der Polizei verschwanden Waffen.

Die Gewalt erwies sich als langanhaltend und verheerend. Bis Ende 2024 lag die Zahl der von staatlicher Seite bestätigten Todesopfer bei 258, während mehr als 60.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden waren. Mehr als 250 Kirchen wurden zerstört; außerdem wurden mindestens zwei Synagogen niedergebrannt.

Ausweitung des Konflikts:

Bis Mitte 2026 hatte sich der Konflikt über die Konfrontation zwischen Meitei und Kuki-Zo hinaus ausgeweitet. Jetzt kam es zwischen Kuki-Zo und Naga zu neuen Zusammenstößen.

Die Gewalt begann im Februar 2026, als eine kleinere Auseinandersetzung im Distrikt Ukhrul zu einem ethnischen Konflikt eskalierte. Zwischen Februar und Juni 2026 wurden 48 Menschen entführt, 20 getötet und mehr als 50 Häuser niedergebrannt. Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich am 13. Mai, als sechs Naga-Männer aus Kangpokpi entführt wurden. Ihre Leichen wurden 26 Tage später gefunden.

Die Zusammenstöße zwischen Naga und Kuki-Zo haben ihre Wurzeln in historischen Konflikten, die bis in die 1990er-Jahre zurückreichen. Damals kamen bei Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gemeinschaften etwa 1.000 Menschen ums Leben.

Auch die Bevölkerungsentwicklung und Umsiedlungen haben die Spannungen verschärft: Nachdem viele Kuki-Zo aus dem Tal vertrieben worden waren, zogen sie in Bergregionen, in denen bereits Naga-Dörfer existierten. Dies hat innerhalb der Naga-Gemeinschaft die Befürchtung verstärkt, dass selbst kleinere Streitigkeiten schnell zu größeren ethnischen Auseinandersetzungen eskalieren könnten.

Der Exodus einer Gemeinschaft: Die Bnei Menashe

Inmitten dieses Chaos hat eine Gemeinschaft einen Weg gefunden, das Land zu verlassen: die Bnei Menashe, eine ethnische Gruppe der Kuki, die ihre Abstammung auf den antiken, als verschollen geltenden Stamm Manasse zurückführt. Im 19. Jahrhundert wurden sie durch Missionare zum Christentum bekehrt. Im 20. Jahrhundert entstand innerhalb der Gemeinschaft eine Bewegung, die zu ihrem vermeintlichen alten Glauben zurückkehren wollte. Heute praktizieren sie das Judentum, und Israel erkennt sie offiziell als „Nachkommen Israels“ an.

Die Bnei Menashe haben im jüdischen Staat eine außergewöhnliche Geschichte des Militärdienstes aufgebaut und weisen unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Landes die höchste Einberufungsquote zur israelischen Armee (IDF)auf. Erstaunliche 99 % der wehrdienstberechtigten Bnei-Menashe-Männer melden sich nach ihrer Einwanderung nach Israel (Aliyah) freiwillig zum Militärdienst. Während 10 % der Bnei-Menashe-Frauen Militärdienst leisten, absolvieren die übrigen 90 % aufgrund orthodoxer religiöser Vorschriften einen nationalen zivilen Dienst (Sherut Leumi).

Dieses Engagement für die Verteidigung Israels wurde während des jüngsten Krieges besonders deutlich. Als die schweren Kampfhandlungen ausbrachen, wurden mehr als 215 Mitglieder der Gemeinschaft umgehend in Kampfgebiete entsandt. Darunter waren 75 aktive Soldaten in Elite-Infanteriebrigaden sowie 140 Reservisten, die Verteidigungsstellungen besetzten. Zwei IDF-Soldaten aus der Gemeinschaft kamen dabei ums Leben:

·       Stabsfeldwebel Geri Gideon Hanghal, 24, aus Nof HaGalil, wurde am 9. November 2024 bei einem terroristischen Rammangriff getötet, während er in der Kfir-Brigade diente.

·       Stabsfeldwebel Gary Lalhruaikima Zolat, 21, aus Afula, wurde am 12. November 2024 durch eine Explosion während eines Einsatzes im nördlichen Gazastreifen getötet.

 

Angesichts dieses ausgeprägten Zionismus und der Gefahren, denen die Gemeinschaft in Manipur ausgesetzt ist, haben Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und der Minister für Einwanderung und Integration, Ofir Sofer, eine umfassende Regierungsinitiative auf den Weg gebracht. Der Plan mit dem Codenamen „Operation Wings of Dawn“ sieht vor, bis 2030 etwa 5.800 Bnei Menashe aus Manipur und Mizoram nach Israel umzusiedeln. Rund 1.200 Einwanderer sollen bis Ende 2026 nach Israel kommen. Weitere 4.600 Menschen sollen bis 2030 folgen, sodass die vollständige Umsiedlung der Gemeinschaft abgeschlossen sein soll.

Am 23. April 2026 landete ein von der International Christian Embassy Jerusalem (ICEJ) unterstützter Charterflug mit mehr als 230 neuen Olim erfolgreich am Flughafen Ben Gurion. Weitere 600 Menschen sollen im November 2026 mit drei zusätzlichen Flügen eintreffen. Israelische Politiker haben diese Alija ausdrücklich als eine „Rettungsaktion“ bezeichnet, die durch die Gewalt motiviert sei, von der die Bnei Menashe unmittelbar betroffen sind. Ihre Synagogen und Häuser wurden niedergebrannt, und mehr als 2.000 Mitglieder der Gemeinschaft wurden vertrieben.

Die Alija der Bnei Menashe stellt eine bemerkenswerte Ironie dar: Eine Gemeinschaft, deren ethnische Wurzeln tief in Manipur liegen und die dort zwischen die Fronten des ethnischen Konflikts geraten ist, verlässt das Land ihrer Geburt und zieht in ihre spirituelle Heimat, wo sie sich als einige der engagiertesten Verteidiger des jüdischen Staates erwiesen hat.

Der Weg nach vorn

Die Krise in Manipur hat eine Büchse der Pandora geöffnet, deren Folgen nach Ansicht von Experten nur durch strukturelle Reformen bewältigt werden können. Zu den wichtigsten Prioritäten gehören die Rückbeschaffung geplünderter Waffen, die Auflösung von Bürgerwehren und bewaffneten Parallelstrukturen sowie die Einrichtung glaubwürdiger Friedenskomitees, in denen auch Frauen und Vertreter der Zivilgesellschaft aus allen Konfliktparteien beteiligt sind.

Ebenso entscheidend ist die Auseinandersetzung mit den Ursachen des Konflikts: Die Entwicklung der Bergregionen muss beschleunigt werden, um die Kluft zwischen Tal und Bergregionen zu verringern. Der Mohnanbau sollte durch alternative Einkommensmöglichkeiten reguliert und die Friedensvereinbarungen mit entsprechenden Schutzmechanismen wiederbelebt werden. Der Weg zum Frieden erfordert außerdem Foren für Wahrheitsfindung und Versöhnung, gemeinsame Jugendcamps verschiedener Bevölkerungsgruppen sowie wirtschaftliche Förderprogramme, die an gemeinsame Projekte geknüpft sind und dazu beitragen können, das gegenseitige Vertrauen wieder aufzubauen.

Für die Menschen in Manipur geht das Warten auf einen dauerhaften Frieden weiter. Drei Jahre der Gewalt haben gezeigt, dass die Bewohner des Bundesstaates ohne eine Auseinandersetzung mit den strukturellen Ungleichheiten und historischen Konflikten weiterhin in einem Kreislauf aus Misstrauen, Trennung und Leid gefangen bleiben werden.

Und für die Bnei Menashe ist die Reise nach Israel – so sehr sie ein Zeichen ihrer Widerstandskraft und ihres Patriotismus ist – zugleich eine bewegende Erinnerung an das, was sie in dem Land verloren haben, das sie einst ihre Heimat nannten.


Der Sommer - Zeit der Rückkehr nach Israel

Die Aliyah-Saison hat begonnen! Für jüdische Familien auf der ganzen Welt ist der Sommer die ideale Zeit, nach Israel zurück zu kehren.

Traditionell richten Familien in der jüdischen Diaspora ihren Umzug nach dem israelischen Schuljahr aus, das in diesem Jahr am 1. September beginnt. Die meisten möchten bereits im Juli oder August ankommen, damit ihre Kinder ins neue Schuljahr starten können, wie alle anderen Schüler auch.

Warum gerade im Sommer? Praktische und ideelle Beweggründe

Die Entscheidung, Aliyah im Sommer zu verwirklichen, verbindet praktische Herausforderungen mit einer tiefen inneren Überzeugung. Familien mit schulpflichtigen Kindern müssen rechtzeitig eine Wohnung finden, alle notwendigen Formalitäten erledigen und mit der Eingewöhnung in die hebräische Sprache beginnen, bevor das neue Schuljahr ihre volle Aufmerksamkeit erfordert. Der Schulbeginn am 1. September schafft daher ein enges Zeitfenster für Wohnungssuche, Schulanmeldungen und Integrationsangebote.

Jedoch geht Dringlichkeit weit über organisatorische Fragen hinaus. Der weltweit zunehmende Antisemitismus hat für viele Familien den Entschluss zur Auswanderung zusätzlich verstärkt. Bemerkenswert ist, dass sich viele nicht trotz der Herausforderungen in Israel für die Aliyah entscheiden, sondern gerade ihretwegen – getragen von dem Wunsch, in einer schwierigen Zeit ihren Beitrag in der Gesellschaft zu leisten. Allein für das Jahr 2024 rechnete die Jewish Agency mit 15.500 jüdischen Einwanderern aus westlichen Ländern – fast zweieinhalbmal so vielen wie im Vorjahr.

Sommercamps: Freizeitangebote zur Vorbereitung auf die Heimkehr

Jüdische Sommercamps sind seit langem ein wichtiger Bestandteil des jüdischen Lebens in der Diaspora. Für Kinder und Jugendliche aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion – in denen das jüdische Leben über Generationen hinweg unterdrückt wurde – erfüllen diese Camps eine wichtige Aufgabe.

Seit 2005 unterstützt die International Christian Embassy Jerusalem (ICEJ) Sommer- und Wintercamps, die von der Jewish Agency for Israel organisiert werden. Sie erstrecken sich über acht Zeitzonen – vom Baltikum bis in den Fernen Osten. Allein in Lettland nahmen kürzlich 95 Kinder und 23 Betreuer an einem von der ICEJ unterstützten Camp teil, darunter ukrainische Flüchtlingskinder ebenso wie jüdische Kinder aus der Region.

Für viele Teilnehmer war es der erste Schabbat, den sie bewusst erlebten, die erste Begegnung mit der hebräischen Sprache und ihre erste persönliche Verbindung zu Israel. Die Camps verbinden das Kennenlernen jüdischer Kultur und Tradition, die Vermittlung von Wissen über Israel sowie eine praktische Vorbereitung auf die Aliyah. Sie sind damit eine Investition in die prophetisch verheißene Heimkehr des jüdischen Volkes.

Naale- und SELA-Programme als Hilfe für Aliyah

Sommercamps dienen als Einstieg in die strukturierten Jugend-Aliyah-Programme der Jewish Agency for Israel (JAFI). Naale („Jugendliche, die vor ihren Eltern einwandern“) ermöglicht Jugendlichen eine geförderte Schulausbildung in Israel – häufig mit dem Ergebnis, dass später ganze Familien nach Israel einwandern. Etwa 90 % der Naale-Schülerinnen und -Schüler bleiben in Israel, und rund 60 % ihrer Eltern folgen ihnen schließlich.

Für ältere Jugendliche bietet SELA jüdischen jungen Menschen im Alter von 17 bis 21 Jahren einen Weg, an israelischen Universitäten zu studieren und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Die Teilnehmenden lernen Hebräisch und die israelische Kultur kennen und bereiten sich auf das akademische Leben oder den Militärdienst vor. Das Programm endet mit der Ausstellung israelischer Personalausweise für die Teilnehmenden – ein tiefgreifender Wandel, der ihre neue Identität sichtbar macht.

Der Kreislauf der Inspiration

Ein besonders wirkungsvoller Aspekt des Camp-Modells ist die gegenseitige Inspiration unter den Jugendlichen. Wenn die israelischen Schulen im Sommer schließen, kehren viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugend-Aliyah in ihre Herkunftsländer zurück – und zu genau den Camps, in denen sie erstmals die Vision einer Aliyah entwickelt haben. Dort erzählen sie aus erster Hand von ihrem Leben in Israel, berichten über ihre Erfahrungen mit Naale und SELA und ermutigen jüngere Teilnehmer, denselben Weg zu gehen.

Die ICEJ freut sich außerdem berichten zu können, dass eine weitere Welle der Aliyah aus Äthiopien bevorsteht. Ein Team der Jewish Agency und des Ministeriums für Aliyah und Integration ist kürzlich aus Äthiopien zurückgekehrt, wo es damit begonnen hat, den Weg für die Heimkehr Hunderter äthiopisch-jüdischer Familien vorzubereiten, die infolge der Wirtschaftskrise nach Bürgerkrieg und ethnischen Konflikten in schwierigen Verhältnissen leben.

Die Gemeinschaft der „Beta Israel“ in der Region Tigray steht vor einem der gefährlichsten Kapitel ihrer langen und schwierigen Geschichte, die von wiederholten Bedrohungen geprägt ist. Viele bereiten sich darauf vor, mit der Hilfe der ICEJ bald nach Israel zurückzukehren.

Darüber hinaus wird die ICEJ in der ersten Augustwoche erneut einen vollständigen Charterflug für französische Jüdinnen und Juden finanzieren – bereits der zweite derartige Flug in diesem Sommer.

Darüber hinaus unterstützt die ICEJ aktiv die dringende Aliyah-Operation „Wings of Dawn“ und hat 100 der insgesamt 600 Bnei Menashe finanziell unterstützt, die kürzlich aus dem abgelegenen Nordosten Indiens in Israel angekommen sind. Im Rahmen des Fünfjahresplans der israelischen Regierung bereiten sich nun weitere Familien israelitischer Abstammung auf zusätzliche Flüge vor, die für den kommenden November aus Indien geplant sind.

Fazit: Ein Aufruf zum Handeln

Diese Zeit von Alijah ist nicht einfach nur eine Wiederholung der Geschichte – sie ist die Entfaltung biblischer Prophezeiungen. Jeder Sommer bringt neue Familien, neue Geschichten und neue Erfüllungen der alten Verheißungen Gottes, Sein Volk aus den vier Himmelsrichtungen nach Hause zu bringen.

Dennoch bleibt der Bedarf dringend. Von der Finanzierung von Sommercamps, in denen der Samen der Rückkehr gelegt wird, bis hin zur Unterstützung von Charterflügen, die jüdische Familien tatsächlich nach Hause bringen: Die Christliche Botschaft steht an der Seite des jüdischen Volkes – auf jedem Schritt dieses Weges.

Wir laden Sie ein, uns bei dieser bedeutungsvollen Aufgabe zu unterstützen.

Ihre Unterstützung ermöglicht Aliyah-Flüge, Sommercamps, Jugendprogramme und sogar lebensrettende Transporte für Jüdinnen und Juden, die endlich ihren Weg nach Israel antreten. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass diese Zeit der Rückkehr weitergeht – nicht nur in diesem Sommer, sondern das ganze Jahr über.

Bitte erwägen Sie, heute großzügig zu spenden, um dabei zu helfen, noch mehr jüdische Menschen nach Hause zu bringen. Vielen Dank.!


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