Die ICEJ unterstützt frisch gewordene junge Mütter während des Krieges
- Leni Stang
- Kategorie: News Kinder-Familien
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Die Wochen nach der Geburt eines Kindes gehört zu den sensibelsten Phasen im Leben einer Frau. Die Forschung sagt uns, dass das Wochenbett ein kritisches Zeitfenster für die mütterliche Gesundheit und die Entwicklung des Säuglings ist. Doch für viele israelische Mütter hat sich dieses Zeitfenster während des anhaltenden Krieges im Land eher wie ein Abgrund angefühlt – besonders, weil viele allein in dieser Zeit klarkommen mussten.
Da viele israelische Männer, zum Militärreservedienst eingezogen wurden, entfällt die Unterstützung der Ehemänner zumeist. So bleiben Frauen zurück, die ihre Erholung und die Versorgung des Neugeborenen alleine bewältigen müssen, während ihre Gedanken in Sorge bei ihren Ehemännern sind, unsicher, wie sie das allein schaffen sollen. Die psychische Belastung, immer auf eine schlechte Nachricht gefasst zu sein, und gleichzeitig ein weinendes Baby zu beruhigen, ist ein Gewicht, das keine Mutter tragen sollte.
Aus dieser Situation heraus startete eine Hebamme namens Naomi ein neues Unterstützungsprojekt. Sie hatte aus erster Hand miterlebt, wie junge Mütter diesen einsamen Kampf durchstehen mussten. Mit Unterstützung der International Christian Embassy Jerusalem initiierte sie ein Projekt, das professionelle und mitfühlende Betreuung direkt in die Häuser dieser Mütter bringt. Das Programm bot klinische Expertise, eine ruhige Präsenz, Struktur und emotionale Unterstützung.
Die folgenden Berichte bezeugen die immense Wirkung dieser Betreuung.
Lorens Ehemann ist Ersthelfer – ein Mann, der während des Terrorangriffs vom 7. Oktober in den Verteidigungskampf zog und seitdem kaum innegehalten hat. Deshalb musste Loren ihre Schwangerschaft und die Geburt ihres Kindes weitgehend allein bewältigen. Während den vielen landesweiten Alarmen und angespannten Kriegszeiten trug sie die körperliche und emotionale Last eines neuen Lebens, ohne Partner an ihrer Seite.
Als unsere Hebamme bei ihr zu Hause eintraf, war es das erste Mal, dass Loren das Gefühl hatte, aufatmen zu können. Der Besuch gab ihr das Gefühl umsorgt zu sein. Obwohl sie sich körperlich gut erholte, gaben die Besuche ihr Sicherheit und Halt. Sie spürte, dass sie diese Zeit nicht allein tragen muss.
Kutis kämpfte währenddessen mit anderen Herausforderungen. Nach fast zehn Jahren, in denen Sie auf ein Baby gewartet hatte, endete die lange ersehnte Geburt für Kuti in einem Notkaiserschnitt. Obwohl sie dankbar für ihr Baby war, blieb sie mit Schmerzen und traurig über den Hergang der Geburt zurück. Frühe Schwierigkeiten beim Stillen und wenig Unterstützung im Krankenhaus ließen sie unsicher und entmutigt zurück.
Während eines Hausbesuchs durch eine der mütterlichen Betreuerinnen konnte sie die Geburt verarbeiten, Selbstvorwürfe loslassen und das Stillen und die Pflege des Neugeborenen neu gestalten. Mit beständiger Begleitung und Zuspruch begannen Kuti und ihr Ehemann, sich von der Unsicherheit hin zu mehr Vertrauen zu bewegen – und lernten, dass Liebe und Fürsorge wichtiger sind als Perfektion.
Orlys Geschichte zeigt eine weitere reale Belastung früher Mutterschaft. Körperlich erholte sie sich gut, fühlte sich jedoch niedergedrückt von Fragen zum Stillen, verschiedenen Handhabungen und der Sorge dass ihr Ehemann wieder zur Arbeit und möglicherweise in den Reservistendienst der IDF zurückkehren würde. Sorgen wegen der langsamen Gewichtszunahme ihres Babys hatten ihre Angst noch verstärkt. Informative Gespräche, praktische Unterstützung beim Stillen und ruhige, strukturierte Anleitung halfen Orly mit Ihrer Situation umzugehen. Am Ende des Besuchs fühlte sich Orly orientierter und selbstbewusster – mit einem Plan und der Gewissheit, dass sie es schaffen kann und von anderen unterstützt wird.
Die ICEJ, die diese Hausbesuche finanziert, investiert damit in das Fundament der Nation: die Familie. Die ICEJ stellt sicher, dass die nächste Generation in ein Zuhause geboren wird, in dem sich die Mutter gesehen, unterstützt und stark fühlt. In einer Zeit nationalen Traumas wird die Hilfe für eine Mutter und ihr neugeborenes Baby, in einem sicheren Umfeld gedeihen zu können, durch die Generationen nachwirken. Indem wir diese Frauen stärken, stehen wir an der Seite israelischer Familien in dieser besonders prägenden Phase.
Zeigen Sie noch heute durch Ihre Spende Solidarität mit jungen israelischen Familien. Vielen Dank!
