Der Sommer - Zeit der Rückkehr nach Israel

Die Aliyah-Saison hat begonnen! Für jüdische Familien auf der ganzen Welt ist der Sommer die ideale Zeit, nach Israel zurück zu kehren.

Traditionell richten Familien in der jüdischen Diaspora ihren Umzug nach dem israelischen Schuljahr aus, das in diesem Jahr am 1. September beginnt. Die meisten möchten bereits im Juli oder August ankommen, damit ihre Kinder ins neue Schuljahr starten können, wie alle anderen Schüler auch.

Warum gerade im Sommer? Praktische und ideelle Beweggründe

Die Entscheidung, Aliyah im Sommer zu verwirklichen, verbindet praktische Herausforderungen mit einer tiefen inneren Überzeugung. Familien mit schulpflichtigen Kindern müssen rechtzeitig eine Wohnung finden, alle notwendigen Formalitäten erledigen und mit der Eingewöhnung in die hebräische Sprache beginnen, bevor das neue Schuljahr ihre volle Aufmerksamkeit erfordert. Der Schulbeginn am 1. September schafft daher ein enges Zeitfenster für Wohnungssuche, Schulanmeldungen und Integrationsangebote.

Jedoch geht Dringlichkeit weit über organisatorische Fragen hinaus. Der weltweit zunehmende Antisemitismus hat für viele Familien den Entschluss zur Auswanderung zusätzlich verstärkt. Bemerkenswert ist, dass sich viele nicht trotz der Herausforderungen in Israel für die Aliyah entscheiden, sondern gerade ihretwegen – getragen von dem Wunsch, in einer schwierigen Zeit ihren Beitrag in der Gesellschaft zu leisten. Allein für das Jahr 2024 rechnete die Jewish Agency mit 15.500 jüdischen Einwanderern aus westlichen Ländern – fast zweieinhalbmal so vielen wie im Vorjahr.

Sommercamps: Freizeitangebote zur Vorbereitung auf die Heimkehr

Jüdische Sommercamps sind seit langem ein wichtiger Bestandteil des jüdischen Lebens in der Diaspora. Für Kinder und Jugendliche aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion – in denen das jüdische Leben über Generationen hinweg unterdrückt wurde – erfüllen diese Camps eine wichtige Aufgabe.

Seit 2005 unterstützt die International Christian Embassy Jerusalem (ICEJ) Sommer- und Wintercamps, die von der Jewish Agency for Israel organisiert werden. Sie erstrecken sich über acht Zeitzonen – vom Baltikum bis in den Fernen Osten. Allein in Lettland nahmen kürzlich 95 Kinder und 23 Betreuer an einem von der ICEJ unterstützten Camp teil, darunter ukrainische Flüchtlingskinder ebenso wie jüdische Kinder aus der Region.

Für viele Teilnehmer war es der erste Schabbat, den sie bewusst erlebten, die erste Begegnung mit der hebräischen Sprache und ihre erste persönliche Verbindung zu Israel. Die Camps verbinden das Kennenlernen jüdischer Kultur und Tradition, die Vermittlung von Wissen über Israel sowie eine praktische Vorbereitung auf die Aliyah. Sie sind damit eine Investition in die prophetisch verheißene Heimkehr des jüdischen Volkes.

Naale- und SELA-Programme als Hilfe für Aliyah

Sommercamps dienen als Einstieg in die strukturierten Jugend-Aliyah-Programme der Jewish Agency for Israel (JAFI). Naale („Jugendliche, die vor ihren Eltern einwandern“) ermöglicht Jugendlichen eine geförderte Schulausbildung in Israel – häufig mit dem Ergebnis, dass später ganze Familien nach Israel einwandern. Etwa 90 % der Naale-Schülerinnen und -Schüler bleiben in Israel, und rund 60 % ihrer Eltern folgen ihnen schließlich.

Für ältere Jugendliche bietet SELA jüdischen jungen Menschen im Alter von 17 bis 21 Jahren einen Weg, an israelischen Universitäten zu studieren und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Die Teilnehmenden lernen Hebräisch und die israelische Kultur kennen und bereiten sich auf das akademische Leben oder den Militärdienst vor. Das Programm endet mit der Ausstellung israelischer Personalausweise für die Teilnehmenden – ein tiefgreifender Wandel, der ihre neue Identität sichtbar macht.

Der Kreislauf der Inspiration

Ein besonders wirkungsvoller Aspekt des Camp-Modells ist die gegenseitige Inspiration unter den Jugendlichen. Wenn die israelischen Schulen im Sommer schließen, kehren viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugend-Aliyah in ihre Herkunftsländer zurück – und zu genau den Camps, in denen sie erstmals die Vision einer Aliyah entwickelt haben. Dort erzählen sie aus erster Hand von ihrem Leben in Israel, berichten über ihre Erfahrungen mit Naale und SELA und ermutigen jüngere Teilnehmer, denselben Weg zu gehen.

Die ICEJ freut sich außerdem berichten zu können, dass eine weitere Welle der Aliyah aus Äthiopien bevorsteht. Ein Team der Jewish Agency und des Ministeriums für Aliyah und Integration ist kürzlich aus Äthiopien zurückgekehrt, wo es damit begonnen hat, den Weg für die Heimkehr Hunderter äthiopisch-jüdischer Familien vorzubereiten, die infolge der Wirtschaftskrise nach Bürgerkrieg und ethnischen Konflikten in schwierigen Verhältnissen leben.

Die Gemeinschaft der „Beta Israel“ in der Region Tigray steht vor einem der gefährlichsten Kapitel ihrer langen und schwierigen Geschichte, die von wiederholten Bedrohungen geprägt ist. Viele bereiten sich darauf vor, mit der Hilfe der ICEJ bald nach Israel zurückzukehren.

Darüber hinaus wird die ICEJ in der ersten Augustwoche erneut einen vollständigen Charterflug für französische Jüdinnen und Juden finanzieren – bereits der zweite derartige Flug in diesem Sommer.

Darüber hinaus unterstützt die ICEJ aktiv die dringende Aliyah-Operation „Wings of Dawn“ und hat 100 der insgesamt 600 Bnei Menashe finanziell unterstützt, die kürzlich aus dem abgelegenen Nordosten Indiens in Israel angekommen sind. Im Rahmen des Fünfjahresplans der israelischen Regierung bereiten sich nun weitere Familien israelitischer Abstammung auf zusätzliche Flüge vor, die für den kommenden November aus Indien geplant sind.

Fazit: Ein Aufruf zum Handeln

Diese Zeit von Alijah ist nicht einfach nur eine Wiederholung der Geschichte – sie ist die Entfaltung biblischer Prophezeiungen. Jeder Sommer bringt neue Familien, neue Geschichten und neue Erfüllungen der alten Verheißungen Gottes, Sein Volk aus den vier Himmelsrichtungen nach Hause zu bringen.

Dennoch bleibt der Bedarf dringend. Von der Finanzierung von Sommercamps, in denen der Samen der Rückkehr gelegt wird, bis hin zur Unterstützung von Charterflügen, die jüdische Familien tatsächlich nach Hause bringen: Die Christliche Botschaft steht an der Seite des jüdischen Volkes – auf jedem Schritt dieses Weges.

Wir laden Sie ein, uns bei dieser bedeutungsvollen Aufgabe zu unterstützen.

Ihre Unterstützung ermöglicht Aliyah-Flüge, Sommercamps, Jugendprogramme und sogar lebensrettende Transporte für Jüdinnen und Juden, die endlich ihren Weg nach Israel antreten. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass diese Zeit der Rückkehr weitergeht – nicht nur in diesem Sommer, sondern das ganze Jahr über.

Bitte erwägen Sie, heute großzügig zu spenden, um dabei zu helfen, noch mehr jüdische Menschen nach Hause zu bringen. Vielen Dank.!


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